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Fotos & Video: Sascha Lisicki

SHG – PM 22.4.2026

Erste Baustellenführungen durch die Stadthalle

Arbeiten liegen gut im Plan / Viele regionale Firmen eingebunden

16 Monate nach Beginn der Bauarbeiten liegt die Sanierung der Stadthalle Görlitz gut im Plan. Davon konnten sich Oberbürgermeister Octavian Ursu und sein Bürgermeisterkollege Herr Baranowski aus Zgorzelec gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Stadthallen-Fördervereins, der Stadthallenstiftung und des Tourismusvereins diesem Mittwoch bei der ersten öffentlichen Baustellenführung überzeugen. Die Orgel im Großen Saal ist vollständig ausgebaut, die historischen Säle sind entkernt, und der Rohbau für die modernen Neißesäle steht. Vor allem: Die Arbeiten liegen im Zeitplan und im Rahmen des Budgets.

Von 90 Leistungspaketen (Lose) sind 34 schon vergeben, sagte Bürgermeister Benedikt M. Hummel, der das Dezernat für Integrierte Stadtentwicklung leitet. Die Leistungen haben einen Wert von rund 30 Millionen Euro. Das ist mehr als die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 50,7 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung hat bewusst viele kleinere Leistungspakete für die öffentlichen Ausschreibungen zusammengestellt, damit regionale Firmen die Chance haben, sich an der Modernisierung der Stadthalle zu beteiligen. „Es fließt viel Geld in die Region.“, sagte Hummel.

Die Eröffnung der Stadthalle Görlitz ist für den Jahreswechsel 2028/2029 geplant. Die Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH (GKSG) bereitet derzeit die Neueröffnung und die Betreibung der Halle vor. Geschäftsführerin Maria Schulz freut sich mit ihrem Team sehr auf die nun beginnende aktive und sichtbare Bewerbungsphase der Stadthalle Görlitz – zurück in 2029: „Vor allem mit den vor uns liegenden öffentlichen Baustellenführungen wird es möglich sein, den Wandel von einem traditionsreichen Konzerthaus hin zu einem modernen Kultur- und Kongressort mitzuerleben. Am besten spürbar wird dies, bei einem Gang durch den lichtdurchfluteten Anbau an der Neiße.“

Auch die Geschäftsführerin der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH (EGZ) Eva Wittig unterstrich die Bedeutung der Stadthalle Görlitz für die tourismuswirtschaftliche Entwicklung an der Neiße, welche auch im kürzlich neu gefassten Tourismuskonzept festgehalten ist. „Insbesondere für den Bereich der Tagungen und Kongresse muss die Stadt mit der Stadthalle ein abgestimmtes Rundum-Erlebnis bieten, welches wir gemeinsam entwickeln werden.“

Die erste öffentliche Führung durch die Baustelle der neuen Stadthalle wurde von Henning Wossidlo geleitet. Er war drei Jahrzehnte lang Direktor des Kurhauses in der Görlitzer Partnerstadt Wiesbaden. Wossidlo wies vor allem auf die bessere Funktionalität der neuen Halle gegenüber dem historischen Bau aus dem Jahr 1910 hin. „Die Arbeitswege für Logistik und Catering werden deutlich kürzer. Die Halle wird deutlich flexibler zu nutzen sein als vor der Schließung im Jahr 2005.“

Die Görlitzer Kulturservicegesellschaft bietet am kommenden Wochenende, 25. und 26. April, öffentliche Baustellenführungen zwischen 11 und 15 Uhr an. Die Termine sind im 30-Minutentakt gestaffelt. Pro Führung sind aus Sicherheitsgründen maximal 20 Personen zugelassen.

Kostenlose Karten für die Baustellenführungen gibt es über die Internetseite

www.sh-goerlitz.de/fuehrungen/ 

Weitere Baustellenführungen werden am Samstag, 6. Juni, sowie am Sonntag, 13. September angeboten. Auch hierfür sind Informationen und Tickets über die neue Internetseite der Stadthalle Görlitz zu finden.